BBS-Kirchdorf

Talente OÖ

Das Talente Kompetenzzentrum OÖ veranstaltet jährlich ihre Sommerakademie in Bad Leonfelden. Ziel der Sommerakademie ist eine möglichst vielseitige Förderung begabter Schüler/innen als Ergänzung oder Vertiefung zu den Angeboten der Schule. Die An- und Abreise muss selbst organisiert werden.
Elternbeitrag: 390 Euro inkl. Unterkunft und Vollpension.

Anmeldung:
Die Anmeldebögen und den Letter of Interest (erhältlich an den Schulen oder hier zum Downloaden) sind bis spätestens Ende März 2012 an den Verein Stiftung Talente, Sonnensteinstraße 20, 4040 Linz zu senden.

Detaillierte Informationen erhalten Sie bei der Ansprechperson an der BBS Kirchdorf, Mag. Sylvia Baumgartner und/oder auf der Website http://www.talente-ooe.at

DIE ANMELDUNG ERFOLGT AUSSCHLIESSLICH ÜBER DIE SCHULEN!


Erfahrungsbericht Sommerakademie 2009 in Bad Leonfelden

Tanja Edlmayr nahm im Schuljahr 2008/09 an der Sommerakademie in Bad Leonfelden teil. Hier ihr Erfahrungsbericht:

Angefangen hat eigentlich alles damit, dass ich in der Schule zufällig ein Plakat über das Ferienangebot gesehen habe. Da sich darauf allerdings nicht viele Informationen befanden, fragte ich meinen Klassenvorstand, und sie schickte mich zu Frau Professor Baumgartner, die dafür zuständig war. Von ihr bekam ich viele Formulare, die ich dann ausfüllen musste. Einerseits ein Formular mit meinen persönlichen Daten, aber auch einen sogenannten "Letter of Interest". In diesen Brief sollte ich eben hinein schreiben, warum ich in diesen Kurs möchte, was meine Vorstellungen davon sind, .... Als ich dann alles fertig ausgefüllt hatte, sendeten wir den Brief nach Linz. Ein Monat später bekam ich die Zusage von der Talentestiftung.

Am 7. Juli, das war der Dienstag in der letzten Schulwoche, ging es dann los. Meine Sachen hatte ich am Vortag schon gepackt. Um 12 Uhr brachte mich meine Mama nach Bad Leonfelden. Dort lernte ich sofort meine zwei Zimmerkollegen kennen. Sie waren beide 18 Jahre und kamen aus verschiedenen Teilen in Oberösterreich. Ich verstand mich sofort sehr gut mit den beiden, doch sie waren leider beide nicht in meinem Kurs. Ich hatte ja den Kurs 5 Fotografie, mit dem Thema "Die Wirklichkeit ist etwas durchwegs Flüssiges" gewählt. Mein Erstwunsch war allerdings nicht dieser, sondern der Englischkurs. Das machte mir allerdings nicht wirklich viel aus, da mich Fotografie auch sehr interessierte. Als wir an diesem Nachmittag unser erstes Plenum hatten, kam der Leiter der Akademie zu mir und sagte, dass es noch möglich wäre, in den Englischkurs einzusteigen. Ich entschloss allerdings in dem Fotokurs zu bleiben. Herr Aschauer war es allerdings auch ein Anliegen, dass ich den Englischkurs auch kennenlerne, darum schlug er mir vor, dass ich mich abwechseln könnte. Diese Idee gefiel mir sehr gut und das machte ich auch in der folgenden Woche.

Nachdem dann alle Teilnehmer ihre Gruppenleiter kennengelernt hatten, gingen die einzelnen Gruppen in ihre Räume. Wir, der Fotokurs, mussten in einen dunklen Computerraum im Keller. Das war vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da es dort nur künstliches Licht gab. Am ersten Tag stellten wir uns der Gruppe vor. Nach der Vorstellrunde durften wir uns noch Bad Leonfelden anschauen, die anderen Leute besser kennenlernen, usw. Um 19 Uhr gab es Abendessen, wie jeden Tag. Danach gab es jeden Abend ein anderes Programm. Meistens stand es zur freien Auswahl, außer an 3 Tagen gab es ein Pflichtprogramm. In meinem Kurs war ein Junge aus Westdeutschland, mit dem ich mich von Anfang an perfekt verstand. Sein Name war Tobias Hohn und er war 18 Jahre alt. Mit ihm konnte ich einfach über alles reden und erzählte mir auch sehr viel über sich. Er war sehr interessiert, wie das Schulsystem in Österreich so funktioniert, welche Schultypen es bei uns gibt.

Die Freizeit verbrachte ich hauptsächlich mit Tobi, Lenny aus Hamburg, Arthur aus Luxemburg, Alexandra & Sinja aus Linz und mit Leonie aus der Steiermark. Am Abend nach dem Pflichtprogramm unternahmen immer etwas gemeinsam. Das war einfach toll. So konnte ich auch das Leben von Leuten aus anderen Ländern kennenlernen. Die Teilnehmer der Sommerakademie kamen aus vielen Teilen Europas nach Bad Leonfelden.


In den folgenden Tagen war immer derselbe Tagesablauf:
7.00 - 7.30 Frühstück  
9.30 - 10.00 Plenum  
10.00 - 12.30 Kursarbeit 
13.00 - 13.30 Mittagessen 
14.00 - 15.00 Freizeit
15.30 - 18.30 Kursarbeit
19.00 - 19.30 Abendessen
20.00 - 22.00 Freizeit
23.30 Bettruhe


Am zweiten Tag mussten wir uns am Vormittag verschiedene Texte von bekannten Fotografen durchlesen. Am Nachmittag durften wir das erste Mal richtig fotografieren. Unser Thema war "Das Portrait". Ich machte Portraitfotos von Tobi und er welche von mir. Es war so lustig, da wir echt so witzige Fotos dabei rauskamen. Wir schauten auch den anderen Leuten aus unserem Kurs dabei zu und es machte einfach so viel Spaß. Als wir mit dem Fotografieren fertig waren, ging ich die restliche Zeit noch in den Englischkurs hinauf und machte dort ein wenig mit.

Wir bekamen jeden Tag einen Text, den wir lesen mussten oder wir sahen uns einen Film an. Am Nachmittag durften wir immer praktisch arbeiten. Die nächste Aufgabe war eine Fotoserie von Bad Leonfelden zu machen.

Für jede Serie schossen wir ca. 500 Bilder, woraus wir dann die 10 besten Bilder auswählten. Man lernte dabei einfach, die Welt aus einer anderen Sicht zu sehen. Der Blick für die Details wird durch so einen Kurs einfach besser geschult. Nach 4 Tagen wurde uns das Thema für die Hauptserie zugeteilt. Meine Serie bekam den Namen "Feu des Couleurs". Was wir daraus machten war dann unsere Sache. Ich ging durch Bad Leonfelden und fotografierte alles, was die Ampelfarben enthielt. Daraus wählte ich dann am Computer die schönsten Bilder aus. Diese Bilder wurden dann in A4 gedruckt und am letzten Tag ausgestellt. Doch zuvor hatten wir noch eine andere Aufgabe. Wir besuchten für einen Nachmittag den Theaterkurs und machten dort eine Theaterkursserie.

Jeder bekam ja einen Seriennamen zugeteilt.  Tobi´s Serienname lautete "La Boum". Er hatte schon viele Ideen im Kopf. Doch dazu brauchte er jemanden zweiten. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, ein Teil seiner Serie zu sein. Ich sagte, ja warum nicht. An einem Abend spielten wir in einem Raum verschiede-ne Szenen des bekannten Films La Boum nach und er fotografierte sie ab. Die Serie wurde einfach der Wahnsinn.

Der letzte Tag war angebrochen. Wir waren schon sehr gespannt auf die Fotos, die frisch aus der Druckerei kamen. Sie sahen einfach alle wahnsinnig toll aus. Wir bereiteten unsere Ausstellung vor und dann kamen auch schon die Eltern. Sie durften sich jeden Kurs genauer ansehen. Ich stand vor meinen Bildern, als mich plötzlich ein Mann ansprach, ob ich ihm nicht eine Führung durch die Galerie geben könnte. Ich zeigte ihm jede einzelne Serie und übersetzte ihm die ganzen französischen Titel und Bilduntertitel, weil er gesagt hatte, dass er nicht französisch kann. Als wir mit der Führung fertig waren, sagte er zu mir dass er der Chef der Handelsakademien in Oberösterreich ist und das er von mir beeindruckt wäre, weil ich ihm das alles so gut erklärt hätte. Außerdem hat er auch gesagt, dass er beeindruckt sei, weil ich mit 15 Jahren schon so gut französisch kann. Ich fühlte mich so geehrt, als er mir das gesagt hat.

Das war die Sommerakademie 2009 in Bad Leonfelden. Einfach ein unvergessliches Erlebnis und das Beste ist einfach, dass ich jetzt so viele neue Kontakte außerhalb von Österreich habe, denn jeder weiß, dass man durch Beziehungen einfach viel erreichen kann.

4.| 5. Juli 2017 | Projekttage

Organisation: Mag. Hagmüller

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