BBS-Kirchdorf

Go Fishnet Project

Zusammenfassung des Interviews mit Gordon Nyabade, 

Leiter des „Go Fishnet Project“

in Kisumu, Kenia

Anlässlich seines Besuches bei uns an den BBS im Juni dieses Jahres hatten wir, die Schülerinnen der 4a HLW, die Gelegenheit, ihn zu interviewen. Die folgende Zusammenfassung gibt den Inhalt dieses Interviews wieder.

Das Go Fishnet Project wurde schon im Jahr 1988 gestartet, aber erst 2005 wurde es offiziell von den Behörden in Kenia registriert und erhielt den Auftrag, in und um Kisumu aktiv zu werden.

Das Ziel des Projekts ist es, Hoffnung in die Gesellschaft und vor allem zu Kindern zu bringen. Es wird für Essen, Bildung und Betreuung von Kindern gesorgt, um ihnen ein beschütztes Aufwachsen und Zukunftschancen zu ermöglichen.

Mehr als 20.000 Leute in und um Kisumu leben in extremer Armut, viele leiden an AIDS. Kinder – viele davon Halbwaisen oder Vollwaisen – sind besonders betroffen. Gerade für diese benachteiligten Menschen will dieses Projekt eine Zukunftsperspektive schaffen.

Besonders für Kinder sind Hilfe und Schutz durch das Go Fishnet Project wichtig, denn sie sind besonders verletzbar und leiden in unerträglichem Maß an der Einschränkung ihrer Menschenrechte durch Armut, Krankheit und Kinderarbeit.

Das Bildungs- und Ernährungsprogramm des Projekts auf dem projekteigenen Gelände ist so erfolgreich, dass die oft aus katastrophalen Zuständen (Armut, Vernachlässigung, Kinderarbeit, physische und psychische Gebrechen) geholten Kinder mit Eifer und Begeisterung bei der Sache sind und nicht nur Gordon, sondern auch uns, den Unterstützer*innen in Österreich, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. 

Durch die projekteigene Schule erhalten die Kinder Gelegenheit, umfassend gebildet zu werden, vor allem auch Englisch zu lernen, das auch in Afrika eine der wichtigsten Verkehrssprachen ist.

Die Kinder haben sogar wieder eine positive Sicht auf ihre persönliche Zukunft und äußern Berufswünsche, z. B. Arzt, Krankenschwester, Pfarrer. Somit können sie anderen das weitergeben, was ihnen gegeben wurde.

Das sind auch die Gründe dafür, dass Gordon genau dieses Projekt sofort wieder starten würde.

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch die Fürsorge im Projekt die Zukunftsaussichten der Kinder wesentlich verbessert werden.

Dabei können kleine Dinge viel bewirken:

Denn erstens geben, wie bereits erwähnt, die Kinder des Go Fishnet Project die Zuwendung und Fürsorge später an andere weiter.

Und zweitens können auch kleine Aktionen hier bei uns in Österreich Großes bewirken.

Gordon brachte im Interview das Beispiel eines österreichischen Mädchens namens Klara, das einen Flyer des Go Fishnet Project fand und vollkommen davon begeistert war. Sie fing an Geld zu sparen, um den Kindern in Kenia zu helfen. Sie begann anderen Leuten von dem Projekt zu erzählen und erklärte, dass sie Spenden sammeln möchte. Dabei inspirierte sie eine Frau so sehr, dass diese daraufhin ein aktives Mitglied von Go Fishnet wurde. Dadurch veränderte das kleine Mädchen aus Österreich viele Leben in Kenia.

Gordon selbst hat durch seine Arbeit im Projekt gesehen, wie sich die Kinder entwickeln und heranwachsen, das gibt ihm Hoffnung und motiviert ihn zum Weitermachen.

Am Ende des Interviews bedankte er sich von ganzem Herzen für die Unterstützung aus Österreich.

Durch den Charity-Lauf der BBS und viele andere Spendenaktionen konnte unsere Schule das Go Fishnet Project tatkräftig unterstützen und dafür sind Gordon und alle Beteiligten unendlich dankbar.

Bei Interesse am Projekt informieren Sie sich bitte unter  www.gofishnet.net!

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